Ist bei Wertanalyse-Projekten immer nur eine Kostenreduzierung das Ziel?

Ganz klar nein!

Vielmehr liegt die klare Ausrichtung des Produktes oder der Dienstleistung an den „Wert“ für den Kunden im Zentrum der Analyse. Dabei ist der Begriff „Wert“ lt. NORM als die Beziehung zwischen der Befriedigung von Bedürfnissen und den Ressourcen, die für diese Befriedigung zum Einsatz kommen, definiert. Und der Gesamtwert setzt sich anteilig immer aus Geltungswert und Gebrauchswert zusammen.

  • Dabei erfüllen Güter mit großem Gebrauchswert überwiegend die Grundbedürfnisse. Dazu zählen unter anderem Anlagen und Maschinen.
  • Dagegen sind Güter des Geltungswertes meist auch Statussymbole. Dazu zählen Smartphones, aber vor allem Kunstgegenstände und Schmuck. Dafür sind Kunden ungleich mehr bereit zu bezahlen als für Güter des Gebrauchswerts. Die Kunst besteht nun dabei, auch bei industriellen Gütern den Geltungswertanteil zu erhöhen und somit neben Vorteilen gegenüber den Mitbewerbern auch einen höheren Deckungsbeitrag zu generieren