In familiärer Atmosphäre trafen sich heuer wieder FMEA-Moderatoren zum jährlichen FMEA-Expertenworkshop in der Weinstadt Retz, im nördlichen Weinviertel. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die bevorstehenden Veränderungen für die Moderatoren: Die bisher genutzte APIS-IQ-Software wird künftig durch die PeakAvenue-Plattform ersetzt. Zudem hält die Integration von KI zunehmend Einzug in die tägliche Arbeit.

Den Anfang machte Herr Winkler vom Virtual Vehicle. Er zeigte uns mögliche Integrationspunkte und Einsparungspotenziale im Bereich Safety & Security Co-Engineering. Aufgrund unterschiedlicher Reifegrade bei der Umsetzung der Standards in Unternehmen wurden aber auch die Hindernisse sehr anschaulich visualisiert.

Wie die MSR-FMEA in die Praxis umgesetzt werden kann, stand im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Schloske. Dabei wurde einerseits die mögliche Integration in eine D-FMEA, die auch von APIS IQ-Software unterstützt wird, gezeigt. Andererseits wurden auch Widersprüche im AIAG/VDA FMEA-Handbuch aufgedeckt.

Zahlreiche hilfreiche Tipps und Tricks aus dem APIS-Support präsentierte Herr Grube. Darüber hinaus gewährte er uns einen Einblick in die zukünftige PeakAvenue-Plattform. Die Benutzeroberfläche dieser neuen mietbaren CAQ-Software wird zukünftig Web-basierend sein und die Daten in der Cloud gespeichert werden.

Herr Alexander Poche wiederum informierte uns über mögliche sinnvolle Schnittstellen zwischen Requirements-Engineering und der FMEA. Neben Begrifflichkeiten und normativen Randbedingungen wurden in der Conclusio die wichtigsten Verknüpfungspunkte zwischen diesen beiden Welten veranschaulicht.

Im Vortrag von Dr. Geissler standen die beeindruckenden Fortschritte beim Einsatz generativer KI zur Erstellung von FMEAs im Mittelpunkt. Dabei wurde der workflowintegrierte Ansatz zur Abbildung der 5 Kernschritte der FMEA durch Datapetal live präsentiert. Zur Beruhigung aller anwesenden Moderatoren wurde aber schlussendlich darauf hingewiesen, dass die Verantwortung über den Inhalt aber weiterhin beim Menschen liegen muss.

Den Abschluss bildete ein Impulsvortrag zum Thema Effektivität (die richtigen Dinge tun) und Effizienz (die Dinge richtig tun) von Herrn Gritsch. Dabei wurden Aspekte wie der sinnvolle Einsatz von Basis- und Familien-FMEA als auch Möglichkeiten der schnelleren Abwicklung von FMEAs andiskutiert. Dieser Vortrag ging dann nahtlos in eine abschließende Diskussionsrunde über.

Falls einer der vorgestellten Beiträge Ihr Interesse geweckt hat, freuen wir uns über Ihre unverbindliche Kontaktaufnahme. Ansonsten würden wir uns freuen, Sie im Herbst 2027 bei der 17. Ausgabe unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.